Studie zum Buchungsverhalten bei Geschäftsreisen

Umfrage zum Buchungsverhalten bei GeschäftsreisenBei der Planung von Geschäftsreisen kommen Faktoren wie interne Reiserichtlinien, bestimmte Abläufe bei der Buchung und Abrechnung sowie Steuern, Gebühren und Einreisebestimmungen zum Tragen.
Um die Auswirkungen von Abgaben und Einreisebestimmungen auf das Buchungsverhalten von Reisestellen und Geschäftsreisenden zu untersuchen, wurden ehemalige und aktuelle Besucher der Geschäftsreisemesse Business Travel & Meetings Show befragt.

Steuern
Seit Anfang des Jahres 2011 ist die Luftverkehrsabgabe für alle Flüge ab Deutschland fällig. Die Flugticket-Steuer in Höhe von maximal 45,- € hat für 66,3% der Befragten keinen Einfluss auf das Reiseverhalten. Immerhin 24,2% steigen bei Kurzstreckenflügen auf die Bahn um.

Die Einführung der Bettensteuer wird in etwa 50 Kommunen diskutiert bzw. wurde bereits in einigen Kommunen beschlossen. Für 41,9% der Befragten hat die Bettensteuer jedoch keine Auswirkung auf das Buchungsverhalten. Dem stehen 32,3% der Befragten gegenüber, die auf Hotels in Städten ohne Bettensteuer ausweichen. Allerdings kommen einige Hotels den Geschäftsreisenden bzw. den Business Travel Managern preislich entgegen. 27,4% der befragten Personen gaben an, dass die Hotels den Zimmerpreis zugunsten der Hotelgäste angepasst hätten.

Die Senkung des Mehrwertsteuersatzes für Hotelübernachtungen von 19% auf 7% zu Beginn des Jahres 2010 hat nach Ansicht der Geschäftsreisenden und Travel Manager insgesamt zu keinen positiven Effekten geführt. Für 54,1% der Befragten ist die Reisekostenabrechnung seit der Senkung des Mehrwertsteuersatzes aufwendiger und somit kostenintensiver geworden. Dennoch haben 39,2% die Einschätzung, dass die Kosten für Geschäftsreisen unverändert sind. Im Gegensatz dazu sind 26% der Befragten der Meinung, dass die Mehrwertsteuersenkung zu einer Erhöhung der Hotelpreise geführt hat.

Internationale Einreisebestimmungen
Internationale Geschäftsreisen außerhalb Europas waren in den letzten Jahren geprägt von Gebührenerhöhungen und geänderten Visabestimmungen.
Neben den USA haben auch die asiatischen Länder ihre Einreise- bzw. Visagebühren erhöht. Außerdem gelten für deutsche Staatsbürger, die ein russisches Visum beantragen möchten, verschärfte Visavorschriften.
Dennoch scheint es kaum Auswirkungen auf das Reise- und Buchungsverhalten zu geben. 76,3% der Befragten verfahren trotz erhöhter Kosten wie gehabt. Das liegt vermutlich daran, dass es bei internationalen Geschäftsreisen im Vergleich zu nationalen Business Trips nicht so viele Alternativen gibt.