Studie Expat Explorer 2011 veröffentlicht

HSBC veröffentlicht Ergebnisse der Studie Expat Explorer 2011Kürzlich hat die Bank HSBC die Ergebnisse der weltweit größten Befragung von Expatriates veröffentlicht. Bereits zum vierten Mal wurden im Rahmen der Studie „Expat Explorer“ Auswanderer und Auslandstätige zu den drei Themengebieten Kindererziehung, finanzielle Aspekte sowie Erfahrungen bei der Integration und Lebensqualität befragt. In diesem Jahr nahmen 3.385 Expatriates aus über 100 Ländern an der Umfrage teil. Zum Thema Kindererziehung liegen jedoch nicht für alle Länder ausreichend Daten vor, das heißt, nur bei zehn der 31 aufgelisteten Länder sind alle Daten vollständig.
Die Ergebnisse der Studie geben u. a. Aufschluss über den Einfluss von sozialen, politischen und ökonomischen Faktoren im Aufenthaltsland aber auch über die Auswirkungen von Naturkatastrophen.

In der Rangliste aller 31 Länder wurde Thailand von den befragten Expatriates am besten bewertet. Es folgen Saudi Arabien und Singapur. Von Thailand und Saudi Arabien gibt es jedoch keinerlei Bewertungen zur Kindererziehung. Im Vergleich der zehn Länder, bei denen sämtliche Daten vorliegen, landet Singapur vor Hong Kong und den Vereinigten Arabischen Emiraten auf dem Spitzenplatz.

Expatriates von globalen Wirtschaftsbedingungen unabhängig
Das wirtschaftliche Umfeld hat sich aufgrund der Unruhen im Nahen Osten und in Nordafrika, der Euro-Schuldenkrise und der Haushaltskrise in den USA seit 2010 verändert. Expatriates und deren Finanzen bleiben laut der Studie von wirtschaftlichen Problemen im Aufenthaltsland weitestgehend unberührt. Trotz schwächelnder Konjunktur verdienen viele Expatriates weiterhin gut.

Geringe Lebenshaltungskosten in Entwicklungsländern
Des Weiteren können Expatriates in Entwicklungsländern wie Südafrika, Thailand und den Philippinen einen luxuriöseren Lebensstil als im Heimatland führen. Im Ausland Tätige leisten sich in diesen Ländern oftmals Hauspersonal, einen Swimmingpool und mehrere Immobilien. Im Vergleich zu Expatriates in anderen Ländern ist ihr Einkommen zwar kleiner, allerdings werden Luxusgüter und Dienstleistungen vor allem aufgrund der geringen Preise für Unterkunft, Lebensmittel usw. erschwinglich.

Kindererziehung im Ausland
Frankreich ist vor den Niederlanden und Australien das Land mit den besten Ergebnissen bei der Kindererziehung. Kinder, die in diesen Ländern großgezogen werden, verfolgen u. a. einen gesünderen Lebensstil und spielen mehr an der frischen Luft. Hinsichtlich Einkommen und Eigentum belegen Frankreich (28), die Niederlande (29) und Australien (21) jedoch die hinteren Ränge. In Ländern, in denen die Bedingungen für die Erziehung von Kindern sehr gut sind, verfügen Auslandstätige demnach seltener über ein sehr hohes Einkommen.
Dennoch ist die Kindererziehung in China am kostengünstigsten. Expatriates investieren jährlich durchschnittlich 7.500 bis 11.500 US-Dollar in die Betreuung ihrer Kinder. Im Vereinigten Königreich sind die Kosten für Kinderbetreuung trotz vergleichsweise geringerem Einkommen mit durchschnittlich 12.790 US-Dollar jährlich am höchsten. Die Bewertungen hinsichtlich der Qualität der Bildungsangebote fallen allerdings sehr unterschiedlich aus. Qualität wie in Singapur oder Hong Kong hat seinen Preis. Nur in China sind die Kosten für Kinderbetreuung trotz steigender Qualität gesunken.

Arbeiten in den USA
Die Vereinigten Staaten von Amerika sind seit jeher ein beliebtes Ziel für Expatriates, die nach einem höheren Einkommen streben. In den USA sind Auslandstätige vorwiegend im Bankensektor beschäftigt und 52% von ihnen stammen aus dem Vereinigten Königreich.
Da in den Vereinigten Staaten von Amerika hohe Löhne und Gehälter gezahlt werden, investieren Expatriates ihr Geld oftmals in bessere und größere Autos oder hochwertigere Wohnungen und Häuser als vor ihrem Auslandsaufenthalt.
Beim Thema Unterhaltung liegen die USA laut der befragten Expatriates auf dem ersten Platz. Die meisten Expatriates passen sich außerdem schnell an die fremde Kultur an und Sprachbarrieren gibt es kaum, da fast zwei Drittel der Expatriates (64%) englische Muttersprachler sind.

Den vollständigen Bericht können Sie sich unter folgendem Link herunterladen: http://www.expatexplorer.hsbc.com/files/pdfs/overall-reports/2011/report.pdf