Obama initiiert Tourismusförderung

tourismusförderung und Erleichterung bei der Vergabe von NichteinwanderungsvisaUS-Präsident Barack Obama erließ am 19. Januar 2012 eine Initiative zur Vereinfachung der Visa-Bestimmungen, um den Tourismus zu fördern.

Eines der Ziele ist es, die Vergabe von Nichteinwanderungsvisa zu erleichtern. In Ländern wie China und Brasilien sollen die derzeit langen Wartezeiten auf einen Interviewtermin im US-Konsulat auf maximal drei Wochen beschränkt werden, wodurch die Visa wesentlich schneller ausgestellt würden.

Außerdem sollen das Visa Waiver Program (VWP) und das Global Entry Program erweitert werden. Es soll beispielsweise geprüft werden, ob weitere Länder in das Programm zur visumfreien Einreise in die USA (Visa Waiver Program, VWP) aufgenommen werden sollen (z. B. Taiwan). Dank des Global Entry Programs können biometrisch registrierte und sicherheitsüberprüfte Personen (aus den USA, den Niederlanden, Mexiko und Kanada) Identitätskontrollen bei Grenzübertritten an ausgewählten Flughäfen schneller durchlaufen. In der endgültigen Verordnung wurde das Global Entry Program für dauerhaft erklärt und die Verfügbarkeit auf die Flughäfen in Minneapolis, Charlotte, Denver und Phoenix ausgedehnt.

Eine weitere Möglichkeit zur Vereinfachung des Visa-Antragsprozesses in den betroffenen Ländern sieht Obama im Verzicht auf das konsularische Interview bei Reisenden mit einem geringen Risiko („low-risk traveler“), Antragstellern, die ihr Visum verlängern sowie jüngeren oder älteren Erstantragstellern.

Die Arbeitsgruppe „Travel and Competitiveness“, die aus Mitgliedern des US-Außenministeriums (Department of State, DOS), des US-Wirtschaftsministeriums (Department of Commerce) und des US-Innenministeriums (Department oft he Interior) besteht, soll darüber hinaus eine nationale Reise- und Tourismusstrategie inklusive weiterer Maßnahmen zur Förderung der Tourismusbranche erarbeiten.

Mithilfe von Obamas Verfügung sollen langfristig neue Arbeitsplätze geschaffen und das Wirtschaftswachstum angekurbelt werden. Tourismusverbände schätzen, dass bis 2020 etwa 1,3 Millionen Jobs geschaffen würden und die Wirtschaftsleistung um 860 Milliarden US-Dollar wachsen würde, wenn das Tourismusaufkommen wieder so hoch wäre wie im Jahr 2001.

Das US-Außenministerium erarbeitet gemeinsam mit dem das US-Heimatschutzministerium aktuell einen Plan zur Umsetzung der von Obama vorgeschlagenen Maßnahmen.