Reisen in die USA mit Kindern – worauf Sie als Begleitperson achten sollten

Einverstöndniserklärung bei einzelnen Elternteilen oder anderen BegleitpersonenFür den Fall, dass ein einzelner Elternteil mit seinem Kind bzw. Kindern unter 18 Jahren in die USA reist oder die Begleitperson weder ein Elternteil noch Erziehungsberechtigter ist, empfiehlt die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (US Customs and Border Protection, CBP) nachdrücklich, dass Unterlagen mitgeführt werden, die das Einverständnis oder die legale Vormundschaft belegen.
Hintergrund dieser Maßnahme ist die steigende Zahl von Kindesentführungen z. B. bei Sorgerechtsstreitigkeiten.
In den Fällen, in denen das Kind bzw. die Kinder mit beiden Elternteilen reisen, müssen selbstverständlich keine besonderen Nachweise mitgeführt werden.

Die US-Behörden empfehlen einzelnen Begleitpersonen von minderjährigen Kindern bei Reisen in die USA dringend eine Einverständniserklärung des anderen Elternteiles bzw. für den Fall, dass das Kind mit den Großeltern, Geschwistern, Freunden oder in einer (Schul-)Gruppe reist, eine von beiden Elternteilen unterschriebene Einverständniserklärung bereitzuhalten. Darüber hinaus wird dazu geraten diese beglaubigen zu lassen.

Für die Einverständniserklärung muss kein bestimmtes Formular ausgefüllt werden, allerdings sollten in der Erklärung Antworten auf die Fragen Was, Wo, Wann, Warum gegeben werden sowie die Kontaktinformationen des fehlenden Elternteils bzw. beider Eltern aufgeführt sein.
Weiterhin empfiehlt es sich die Einverständniserklärung in Englischer Sprache zu verfassen.
Die US-Grenzschutzbehörde schlägt als Beispiel folgenden Text vor: „I acknowledge that my wife/husband/etc. is traveling out of the country with my son/daughter/group. He/She/They has/have my permission to do so.“

Falls es an der Grenze zu Nachfragen zum mitreisenden Kind kommt, sollten einzelne Elternteile oder Begleitpersonen, die weder Elternteil noch Erziehungsberechtigter sind, in der Lage sein zu belegen, dass das Einverständnis der Eltern vorliegt. Im schlimmsten Fall werden Sie an der Grenze so lange festgehalten, bis sich alles aufgeklärt hat.