Visa-Tipps aus der Praxis

Der Visa-Services The American Dream veröffentlicht häufig gestellte Fragen von KundenNachfolgend veröffentlichen wir eine Auswahl von Fragen unserer Kunden, die uns täglich erreichen und von unseren Beratern beantwortet werden. Alle unsere Berater besitzen langjährige Erfahrung im Einwanderungsrecht für die USA und verfügen über fundierte juristische Kenntnisse der aktuellen Visabestimmungen für die USA, unter anderem gewährleistet durch eine ständige Fort- und Weiterbildung. Bitte beachten Sie, dass die hier gegebenen Antworten, auch wenn Sie auf Ihre eigene Situation zutreffen mögen, nicht als konkrete Hilfestellung für Ihre speziellen Fragen zu verstehen sind. Auch daher sind die gemachten Angaben stets ohne Gewähr. Eine Einzelfallberatung können die Angaben nicht ersetzen.

FRAGE/ANTWORT:

IHRE FRAGE:
Ich habe für einen Mitarbeiter unseres Unternehmens einen ESTA-Antrag gestellt. Leider wurde der Antrag nicht genehmigt. Alle Angaben waren korrekt und wir hatten auch alle Sicherheitsabfragen wahrheitsgemäß mit NEIN beantwortet. Kann es vielleicht damit zusammenhängen, dass der Mitarbeiter seinen Pass kurzzeitig bei der Polizei gestohlen gemeldet hatte? Nachdem der Herr seinen Pass doch wiedergefunden hatte, teilte er es allerdings der Polizei mit.

UNSERE ANTWORT:
Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Ablehnung im direkten Zusammenhang mit dem Passvorfall steht. Bei einer Verlustmeldung des Passes bei den Polizeibehörden wird das Dokument international gesperrt um Missbrauch zu vermeiden. Taucht das Reisedokument wieder auf, kann eine Entsperrung des Passes veranlasst werden. Leider kann die „Freischaltung“ des Passes einige Monate in Anspruch nehmen. D. h., wenn Reisen in dieser Zeit getätigt werden, kann es Probleme an der Grenze oder schon am Airport geben. Wird mit einem solchen Pass versucht eine ESTA-Genehmigung einzuholen, wird dieser im System der US-Sicherheitsbehörden noch als „gestohlen“ bzw. „gesperrt“ gelistet und somit erfolgt eine Ablehnung des ESTA-Antrags.
Wir empfehlen dem Reisenden die Beantragung eines neuen Passes, da erfahrungsgemäß die Freischaltung längere Zeit in Anspruch nehmen wird. Für den neuen Pass kann dann ein neuer ESTA-Antrag gestellt werden. Vorsichtshalber sollte der Herr für die Einreise an der Grenze ggf. Belege zur Passsperrung bzw. Passfreischaltung des alten Reisedokuments bei sich führen, um Problemen vorzubeugen.

IHRE FRAGE:
Ich habe im Rahmen meiner Entsendung zu unserer US-Tochtergesellschaft ein E-2 Visum für mich und meine Familie im US-Generalkonsulat in Frankfurt/Main beantragt. Mein Visum wurde auf fünf Jahre erteilt, meine Frau hat das Visum jedoch nur auf ein Jahr erhalten, sie hat die polnische Staatsangehörigkeit. Ist dem Konsulat ein Fehler unterlaufen?

UNSERE ANTWORT:
Leider nein. Wie lange eine bestimmte Visumkategorie ausgestellt werden kann, richtet sich unter anderem nach der Nationalität des Antragstellers. Leider wird polnischen Staatsangehörigen ein E-2 Visum (auch Ehepartner) nur auf 12 Monate erteilt. Entnehmen können Sie dies dem „Visa Reciprocity Table“. Wenn Sie dort als Land „Poland“ auswählen, erhalten Sie eine Liste der möglichen Visumkategorien mit der maximalen Laufzeit der Visa.
Für Ihre Frau bedeutet das, dass sie nach 12 Monaten im Rahmen des konsularischen Verfahrens ein neues E-2 Visum beantragen muss. Alternativ können Sie prüfen, ob Ihre Frau an der Grenze einen längeren Aufenthaltsstatus (vermerkt im I-94 Einreiseformular) vom Grenzbeamten erhält. Der Status an der Grenze für E-2 Visuminhaber wird in der Regel auf zwei Jahre erteilt, d. h., Ihre Frau könnte sich dann theoretisch zwei Jahre am Stück in den USA aufhalten, ohne ausreisen zu müssen, auch wenn ihr Visum quasi im Hintergrund ausläuft. Sollte Ihre Frau allerdings die USA verlassen und das Visum bereits abgelaufen sein, benötigt sie zur Wiedereinreise ein neues US-Reisedokument (Visum).