Gegenseitige Anerkennung von Sicherheitsprogrammen der USA und EU

USA uns EU erkennen gegenseitig ihre Sicherheitsprogramme AEO und C-TPAT anEnde Januar 2013 ist die gegenseitige Anerkennung der Sicherheitsprogramme der Europäischen Union (Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter, AEO – Authorised Economic Operator) und der Vereinigten Staaten von Amerika (Customs-Trade Partnership Against Terrorism, C-TPAT) in Kraft getreten. Das bedeutet, dass die USA und die EU vereinbart haben, dass ihre „besonders zuverlässigen und vertrauenswürdigen“ Händler gegenseitig anerkannt werden.

Auf dem gemeinsamen EU-USA-Dokument sind Informationen und Richtlinien für Wirtschaftsbeteiligte, d. h. AEO in der EU und die Mitglieder des C-TPAT-Programms in den USA, enthalten. Damit ist die Europäische Union dem Ziel einer durchgängigen internationalen Lieferkette (Supply Chain) wieder ein Stück näher gekommen. Der AEO-Status ist allerdings nach wie vor noch nicht weltweit anerkannt.

Der Vorteil für beispielsweise deutsche Handelsunternehmen liegt in schnelleren und weniger häufigen Kontrollen sowie einem geringeren Aufwand bei der Zollabfertigung.
Allerdings werden von C-TPAT nur solche AEO-Varianten anerkannt, die sich auf Sicherheitskriterien beziehen, wie Zertifikatstyp S (Sicherheit) und F (Zollrechtliche Vereinfachungen/Sicherheit). Typ C (Zollrechtliche Vereinfachungen) ist hiervon demnach ausgeschlossen. Die US-Zollbehörden behandeln Lieferungen von einem AEO-F als geringes Sicherheitsrisiko, unabhängig davon, ob der Importeur in den USA C-TPAT Teilnehmer ist oder nicht. Die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (US Customs and Border Protection) kündigte dennoch an, in unregelmäßigen Abständen Kontrollen bei Unternehmen mit dem Status eines Zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten in der EU durchzuführen.

Damit die Teilnehmer der Programme AEO und C-TPAT diese bevorzugte Behandlung bei Wareneinfuhren nutzen können, müssen vorab die EORI-Nummer und MID-Nummer(n) verknüpft werden.